FATCA: Komplex und aufwändig

In vielen von der Finanzkrise gebeutelten Ländern sind derzeit Gesetzesinitiativen zur Steigerung der Steuertransparenz im Gang oder bereits umgesetzt. Die US-Bundessteuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) etwa hat insbesondere Kapitalerträge amerikanischer Bürger auf Konten und in Depots im Ausland im Visier.
Grundlage ist der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA), der über bilaterale Abkommen weit über die USA hinaus Rechtswirkung entfaltet. Somit sind Finanzinstitute auch in anderen Ländern gehalten, unter ihren Kunden US-Bürger und deren Kapitalerträge zu ermitteln und dem IRS zu melden.
Die deutsche Regierung hat sich Ende Mai 2013 mit den USA über die Kernfragen der Anwendung des Gesetzes in der Bundesrepublik geeinigt. Damit sind den FATCA-Projekten deutscher Banken die Leitplanken gesetzt.

FATCA umfasst Prüfungs- und Meldepflichten

Per 1. Juli 2014 sollten Finanzinstitute gerüstet sein,  FATCA-relevante Merkmale bei ihren Neukunden zu erkennen und notwendige Dokumentationen beim Kunden einzuholen. Konto- und Depoteröffnungsprozesse sind dementsprechend anzupassen.
Überdies sind die Institute gehalten, ihren gesamten Kundenbestand auf einen US-Bezug zu überprüfen.
Stamm- und Ertragsdaten der von FATCA betroffenen Kunden müssen dem deutschen Bundesministerium der Finanzen (BMF) erstmals 2015 übermittelt werden. Das BMF leitet die Daten dem amerikanischen Fiskus zu. Für das elektronische Meldeverfahren sind Datenstrukturen, Datenbanken und Abfragen aufzusetzen.
Auch die Abrechnungsprozesse sind auf die neuen Regelungen anzupassen. Von Kunden schließlich, die nicht unter die bilateralen Vereinbarungen fallen, haben Banken eine dreißigprozentige Quellensteuer einzubehalten und an den IRS abzuführen.

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