Finanztransaktionssteuer soll kommen

Elf Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, haben sich Anfang 2013 darauf geeinigt, Finanztransaktionen künftig zu besteuern. Da die Konsultationen zum Regelwerk in und zwischen den beteiligten EU-Organen noch andauern, wird sich der ursprünglich zum 1. Januar 2014 geplante Start verschieben. Dass eine Finanztransaktionssteuer kommt, gilt indes als unstrittig.
Vorgesehen ist, dass die Finanzinstitute die Steuer auf die jeweilige Transaktion einziehen und an den Fiskus abführen. Welchen Aufwand die Integration einer Finanztransaktionssteuer in die Abrechnungsprozesse und -systeme erfordert, ist vielen Bank- und Projektmitarbeitern aus der Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 in Erinnerung.

Auf Projektteams kommen umfangreiche Umsetzungsarbeiten zu

Die Projektteams der Institute müssen klären, wie sich die Finanztransaktionssteuer auf das operative Geschäft auswirkt. Dazu sind zunächst die betroffenen Kunden, Instrumente und Transaktionen zu ermitteln und zu klassifizieren. Verglichen mit den Umsätzen, die heute schon der französischen oder italienischen Finanztransaktionssteuer unterliegen, wird das zu besteuernde Aufkommen geradezu explodieren. Manuelle Arbeitsprozesse dürften hier an ihre Grenzen stoßen.
Im nächsten Schritt sind Berechnung und Abführung der Steuer in den Abrechnungssystemen abzubilden. Diese haben nach dem Willen der EU-Kommission nicht nur regulierte Handelsgeschäfte zu erfassen. Auch außerbörsliche Transaktionen sind einer Finanztransaktionssteuer unterworfen. Und schließlich ist die Bank verpflichtet, die abgeführten Steuern der Finanzverwaltung und der Aufsicht zu melden. Das Verfahren dazu gilt es zu entwickeln.

Neben den operativen Effekten werden manche Projektteams auch strategische Fragen wie diese untersuchen:

  • Ist Hochfrequenzhandel nach Einführung der Finanztransaktionssteuer noch rentabel?
  • Beeinflusst die Abgabe die Anleger bei der Entscheidung für oder gegen ein Finanzprodukt?
  • Mit welchen Produkten kann die Bank auf etwaige Änderungen der Nachfrage eingehen?

Consileon unterstützt bei den Umsetzungsaktivitäten

Consileon führt Projekte zur Finanztransaktionssteuer zum Erfolg. Gemeinsam mit dem Klienten analysieren unsere Berater die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen der Steuer auf das Geschäftsmodell. Mit hoher Branchen- und IT-Kompetenz übersetzen sie die fachlichen Anforderungen in organisatorische und technische Maßnahmen, planen deren Umsetzung und begleiten diese bis zum Schluss.